Synästhesie by Iris van Herpen – so schmeckt Mode

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Iris van Herpen- Synesthesia A/W 2010/11

Es gibt Menschen, die können Buchstaben fühlen oder Worte schmecken, andere können Töne in bunten Farben sehen. Dieses seltene Phänomen ist unter dem Begriff Synästhesie bekannt und bezeichnet laut Duden die „Miterregung eines Sinnesorgans bei Reizung eines Anderen“. Synesthesia, ist auch der Titel der Kollektion von Iris van Herpen für Herbst/Winter 2010/11. [weiter…]

Skate Legacy – Eine Vision für Männermode?

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Comune Fall 2010 Jackets

Zitat aus Jugendszenen:
„Die Kleidung in der Skater-Szene kann man als Street-Wear beschreiben. Man legt dabei sowohl auf Funktionalität und Bequemlichkeit als auch auf Ästhetik großen Wert. Bevorzugt werden sehr weite Hosen, die aus einem stabilen Stoff hergestellt sind und gleichzeitig Bewegungsfreiheit garantieren.
Der Oberkörper ist zumeist von weiten, unifarbenen bzw. mit einfachen Aufdrucken versehenen T-Shirts bedeckt. Im Weiteren kommt dem Schuhwerk eine zentrale Bedeutung zu, denn dieses muss eine optimale Reibung zwischen Skateboard und Skater sichern, einen Sturz abfedern und zudem festen Halt bieten. Schuhe sind neben den Boards auch das meistbeworbene Produkt in Magazinen; (…) [weiter…]

Julia and Ben S/S 2011 Lookbook

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Summer Blanket Coat

Das Berliner Designduo Julia Heuse und Benjamin KlunkerJuliaandBen präsentiert seine Vision vom nächsten Sommer, der scheint kalifornisch heiß zu werden. Die Inspiration kam der Designerin Julia Heuse in Ihrem Urlaub, sie fotografierte die kalifornische Mojavewüste und die Ausläufer der Rocky Mountains: geboren war die Kollektion „Absorbed Landscapes“.
Nicht nur Heuse betrat allerdings ungewohntes Terrain, auch als Label gehen JuliaandBen neue Wege, denn die übliche gedeckte Farbskala der beiden kann mit der Farbe „red rock mountain“ einen Neuzugang im Spektrum verzeichnen. Auch lindgrün ist mit von der Partie, zum Beispiel in dem „Summerblanket Coat“, der lässig um die Taille geschnürt wird und ansonsten die Trägerin umspielt wie eine leichte Decke, die man sich mal eben übergeworfen hat. [weiter…]

Werkstatt:München – Von Ecken und Kanten

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Wenn dieser Schmuck Geräusche machen würde, dann wäre es der Widerhall eines metallenen Hammers von einer Fabrikwand. Das rohe Metall, die maskuline Ungeschliffenheit der Geschmeide von Werkstatt:München sind etwas für richtige Kerle.

Klaus Lohmeyer und sein kleines Team fertigen jedes Stück in solider Handarbeit in seiner Werkstatt an, die im Herzen der Bayerischen Landeshauptstadt gelegen ist. Lohmeyer studierte Schmuckdesign und machte anschließend seinen Meistertitel. Auslöser für seine Beschäftigung mit dem Thema Schmuck war der vergebliche Versuch, maskulinen Schmuck seines Geschmacks zu finden. [weiter…]

The Offer Berlin – vom Ziehen an einem Strang

The Offer Homepage
The Offer Berlin

Dass Berlin bevölkert ist von Heerschaaren Kreativer, das ist über der Grenzen der Bundeshauptstadt hinaus bekannt. Dass diese Designer und Künstler immer wieder neue Ideen der Selbstvermarktung und -präsentation finden müssen um auf sich aufmerksam zu machen, ist auch nichts Neues.
Auch nicht die Idee, zu Allem, was zu teuer ist, eine Alternative zu veranstalten ist in Berlin unerhört: kleine Messen und Showrooms schießen während der Modewoche jedesmal neu aus dem Boden, und Ausweichcatwalks reifen zur etablierten Ergänzung des Modezirkus heran. Nun spart sich eine kleine Gruppe Modemacher das Geld für die Public Relations, macht eine eigene Modenschau und geht weitere neue kommunikative Wege. [weiter…]

Island Special Teil 5 – Islands außergewöhnlichstes Talent: Sruli Recht im Interview

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Sruli Recht

Sruli Recht ist ein Freigeist wie er im Buche steht. Seine Kreativität scheint unerschöpflich und seine Produkte sind eine Gratwanderung zwischen Konsumgut und Ausstellungsstück. Zweimal im Jahr gibt es eine Kollektion bestimmter Produkte (beim letzten Mal Schuhe, beim nächsten Taschen) begleitet von einem monatlichen Non-Product.
Dazu zählen Ringe mit austauschbaren Rohdiamanten, eine Luftfiltermaske oder ein Glasschreiber aus Karbon mit Diamantspitze. [weiter…]

Island Special Teil 4 – Um Kopf und Kragen

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Thelma Design

Fragt man isländische Modemacher nach dem spezifisch Isländischen an ihren Designs, dann antworten sie meist mit Ressourcenknappheit und daraus resultierender Improvisationsgabe. Und eben weil die Ressourcen so knapp sind, das Land klein, die Designer rar, und somit die Wahrscheinlichkeit gross, das gleiche zu tragen wie jemand anderes, muss die isländische Fashionista sich doppelt so viele Gedanken machen, um Individualismus zu beweisen.
Gut, dass es da die beiden folgenden Damen gibt, die ein jedes noch so alltägliche Outfit extravaganzieren. [weiter…]

Island Special Teil 3 – Weiblichkeit auf Isländisch

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Royal Extreme

Landschaftlich ist Island schroff und eintönig, selbst Wald ist Mangelware. Farne, Sträucher und -man höre und staune- mancherorts Bananenstauden (Dank der Erdwärme) sind die Höhepunkte der isländischen Flora.
Daher scheinen es die Insulaner gerne bunt zu mögen: Häuser, Schiffe und auch die Kleidung dürfen gerne Farbvielseitigkeit beweisen. So reflektiert isländische Mode keinsfalls nur nordisch-kühlen Purismus; feminine Eleganz bis Extravaganz gehören ebenso zum Repertoire. Zwei Labels der Vulkaninsel zeigen ihre Idee von Weiblichkeit auf unterschiedliche Weise, einmal inspiriert von jener kargen Schönheit der Vulkaninsel und einmal um sich aus dieser hervorzuheben. [weiter…]

Island Special Teil 2 – Die Avantgarde bricht aus dem ewigen Eis

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Emami

Wenn Islands Mode ein Vulkan wäre, dann stünde dieser kurz vor dem Ausbruch. Erst seit kurzem ist die isländische Modebranche aktiv, doch hat sie bereits beinahe den Schmelzpunkt erreicht. Seit etwa acht Jahren kann man an der Akademie der Künste Reykjavik Modedesign studieren, junge Labels formieren sich.
Die Wirtschaftskrise hat regionalem Handwerk einen Aufschwung verpasst, der es jungen Modedesignern ermöglicht, von ihrer Kunst zu leben. Schon kommen die ersten Rauchzeichen in Form von Streetstylebildern und Reportagen über junge Modedesigner bei uns an – wer weiß wie groß die Wolke aus Island diesmal wird. [weiter…]