Was man über Hyères wissen muss
Die Villa Noailles scheint das versteckteste Zentrum der Modewelt. Nach mehreren Rückfragen zum Weg und mit lückenhaftem Französisch begegnet man hier freundlichen und wohlgesonnenen Franzosen.
Von Hyéres aus fährt man durch das Labyrinth der Altstadt den Berg hoch und lässt dann das Auto doch stehn, um sich durch die schmalen Straßen und steilen Gassen zu Fuß weiter zu bewegen und den Weg nach oben zu finden.
Die unregelmäßig gepflasterten Wege sind das sichere Ende aller High Heels; mit flachen Schuhen und offenen Augen lassen sich jedoch wundervolle Details entdecken. [weiter...]
Out of the Box: The Vogue Festival London
British Vogue veranstaltet vom 20. – 21. April 2012 zum ersten Mal das Vogue Festival, einen öffentlichen Event mit Live-Acts, Filmen, Präsentationen, Vorträgen und Podiumsdiskussionen, mit Vertu als Hauptsponsor, die Großen der Branche sind bereits als Sprecher bestätigt, darunter Christopher Bailey, Tom Ford, Stella McCartney, Natalia Vodianova, Diane von Furstenberg und Matthew Williamson.
Themen wie Kombinierbarkeit der Männer- und Frauengarderobe oder Mode und Alter sind auf der Agenda, die weibliche Version des Starkochs Jamie Oliver, Journalistin und Kochbuchautorin Nigella Lawson wird über über Frauen und Essen sinnieren. [weiter...]
Happiness und Shit on Display: Benetton als Kunstplattform
Londons Design Museum hat ein gewisses Faible für Fashion: neben der MUJI Show zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltkatastrophe Fukushima, öffnet am 3. April die Benetton-Ausstellung Happiness and Other Survival Techniques, die eine Sammlung aus der “Survival Guide Trilogy” des COLORS Magazine präsentiert, das vom Zentrum für Kommunikationsforschung der Benetton Group Fabrica produziert wird.
Bereits 2007 stellten die Italiener alle Ausgaben des COLORS Magazine ebenso im Design Museum London aus, zusammen mit diversen Objekten des Benetton-Designs. [weiter...]
Kommerz und Schmerz

Foto: James Casalena
“Wer schön sein will, muss leiden” ist eine gängige Binsenweisheit im deutschsprachigen Raum, das englische Pendant “beauty knows no pain” negiert zwar den Leidenspart, bedeutet aber letztendlich dasselbe: Schönheit und Schmerz sind eng miteinander verknüpft. Die Mode, insbesondere aber die Modefotografie, zehrt häufig vom Spannungsverhältnis zwischen Leid und Schönheit, vom Hingezogen- und Abgestossensein des Betrachters, von Begehren und Selbstprojektion, vom Erwecken von Verlangen und dem Traum von einem besseren Leben durch einen schöneren Körper. [weiter...]
Petit h: Hermès zeigt erstmals Kleinkunstwerke in Deutschland

Semainier en veau togo et carré de soie
Alltag im französischen Couture-Haus Hermès: Ein Lederrest fällt beim Zuschnitt vom Sattlertisch, ohne Verwendung in der Taschenfertigung zu finden. Gleichfalls reicht eine Glasblase in einem Kristallglasfuß oder ein winziger Makel an einem Seidentuch, um das Stück auszurangieren, da es dem hohen Qualitätsanspruch von Hermès nicht mehr genügt.
Wohin nun mit Leder, Porzellan, Rosshaar, Seide, Frottee, Verschlüssen? [weiter...]
Vom Youthquake und seinen Nachbeben

Twiggy in Betsey Johnson, British Vogue 1966, Foto David Bailey; Lauren Hutton in einem “Glue it Yourself dress”, ebenfalls Betsey Johnson, LIFE, 1966. Fotograf unbekannt.
Die Ausstellung mit dem Titel Youthquake! The 1960s Fashion Revolution, derzeit am FIT zu sehen, beschäftigt sich mit einem wichtigen Wendepunkt der Mode, der Medien und der Kultur: die Jugendrevolution der Sechziger Jahre. Von einer Gesellschaft, in der das Establishment das Sagen hatte, wandelte sich beinahe schlagartig alles hin zu einem Massenmarkt dominiert von Teens und Twens, eine Veränderung, die selbst die Haute Couture transformierte. [weiter...]
Fashematics: Mathe trifft Mode

Fotos via Fashematics
Jonathan Zawada ist der Autor des Blogs Fashematics. Auf seiner Seite stellt er spannende, lustige und gedankenvolle Gleichungen über die neueste Mode an, und zeigt seine eigenen Assoziationen mit den Kreationen des Laufstegs. So ist beispielsweise ein Ensemble von Narciso Rodriguez für ihn eine Mischung aus Mülltüte und Tipp-Ex, Trinity aus Matrix plus kugelsichere Weste ergeben ein Outfit von Reed Krakoff und He-Man plus Sonnenbrille resultiert in Anna Wintour.
Seine modischen Rechnungen sind seit neuestem auch auf dem Blog der NY Times, the Cut, zu begutachten. [weiter...]
27. International Festival of Fashion and Photography Hyères 2012
Alle Jahre wieder: Das 27. Hyères Festival International de Mode et de Photographie lädt ein, vom 27. bis zum 30. April 2012 trifft sich die internationale Kunst- und Modeszene in dem pittoresken Städtchen Hyères an der südlichen Mittelmeerküste des Hexagons.
Immer auf der Suche nach den Designtalenten von Morgen.
Jean Pierre Blanc gründete 1985 das Festival, welches sich die Förderung junger Talente aus dem Bereich Mode und Fotografie zum Ziel gesetzt hat. Seit 1996 haben auch junge Fotografen (aber auch etablierte Fotokünstler) die Chance, am Wettbewerb teilzunehmen und ihre Arbeiten auszustellen.
Der Hauptpreis dabei ist ein einjähriges Stipendium in einer New Yorker Fotoakademie. [weiter...]
Cecil Beaton – the New York Years

Ausstellungshalle mit Kostümkreationen Beatons
Das Museum der Stadt New York widmet derzeit einen Teil seiner Ausstellungsräume dem Fotografen und Kostümdesigner Cecil Beaton. Als eine der schillerndsten Persönlichkeiten New Yorks in seinen Schaffensjahren, welche die Roaring Twenties genauso umspannten wie die Swinging Sixties und den Glamour der 70er, hat sich Beaton diese Würdigung mehr als verdient. [weiter...]
“No fashion, please!” Kunsthalle Wien
In der Wiener Ausstellung No fashion, please! geht es um die Darstellung des Körperbilds in der Modefotografie. Teils wird der Körper auf ironische Weise bloßgestellt – fernab von jeglichem Idealbild, teils durch überragende Kostüme verformt oder sogar, wie in den Werken von Izima Kaoru, als lebloser Körper platziert.
Das Spiel zwischen Ideal und Realität, Model und Nachbar, Kostümierung und bloßer Nacktheit macht deutlich, auf welch unterschiedliche Weise Modefotografie funktionieren kann und die Mode dabei nie aus dem Blick verliert. [weiter...]
“Vanity” in der Kunsthalle Wien
F.C. Gundlach zählt zu den wichtigsten Modefotografen – was viele jedoch nicht wissen, ist, dass er zudem eine der umfangreichsten Fotografie-Sammlungen im deutschsprachigen Raum besitzt.
In der Wiener Kunsthalle präsentiert er derzeit in der Ausstellung Vanity rund 200 Werke aus seiner Sammlung, darunter Werke von den späten 20ern bis heute.
Gundlach sieht die Modefotografie nicht bloß als eine Abbildung der Schönheit an, sondern vielmehr als Ausdrucksform von Zeitgeist und Menschenbild. [weiter...]
Diane Pernet by Homazd Narielwalla
Diane Pernet, kreativer Kopf von ASVOF (A Shaded View On Fashion), ist seit Jahren eine zentrale Persönlichkeit in der Modewelt und rund um den Globus gut vernetzt. Seit einiger Zeit zeichnet sich allerdings ein regelrechter Hype um die erfolgreiche Modekritikerin.
Ihr markantes Äußeres und ihre extravagante Aufmachung schreien gerade danach, Pernet und ihr typisches Styling nachzuahmen, darzustellen oder zu illustrieren.
Immer wieder zeigt sie auf ihrem Blog Künstler, die sie als Charakter in ihren Werken persiflieren oder ihre Person als direkte Inspiration für allerei graphische Arbeiten aufnehmen. [weiter...]
The Berlin Fashion Week Photodiary Nr.3

The Berlin Fashionweek Photodiary gewährt Blicke hinter die Kulissen der Berliner Modewoche – ungeschönt, lebensecht und analog photographiert. Am 19. Oktober erschien die dritte Ausgabe der preisgekrönten Reihe bei seltmann+söhne.
Ungeschminkte Models, erwartungsvolles Publikum, Klaus Wowereit beim Scherzen mit Marc Jacobs und der Backstage-Trubel: Sieben Photographen halten das geschehen fest.
Seit 2009 dokumentieren der Photograph Marc Schuhmann und der Art Director Joern Toellner die Berliner Modewoche auf spezielle Art: Statt steriler Bilder schicker Schauen zeigt The Berlin Fashionweek Photodiary Szenen aus den Backstagebereichen und Ateliers, von Fittings und Castings – authentisch und echt, nah an den Menschen und mit dem Blick für das Besondere. [weiter...]
Mythical and Mystical
Die Tradition und Herkunft des letzten Tages im Oktober hat viele Ansätze und Erklärungen- beispielsweise als keltisches Fest zur Austreibung der Geister, Ernte Dank Fest oder Hexennacht. Man könnte sagen, dass jeder andere Tag vermutlich ähnlich geeignet wäre für Verkleidung und ähnliches, eine gewisse dunkle Anziehung und mystisches Flair ist jedoch ganau dieser Nacht nicht abzusprechen.
Vor allem ist es einmal im Jahr erlaubt bei Kerzenflackern und Gruselmusik die Mächte der Finsternis zu rufen und sich im Kreise der Liebsten all dem Übersinnlichen hinzugeben.
Für all die Austreibungen und Hexenzirkel die am 31. Oktober am Programm stehen, und um schon darauf einzustimmen hier einige Styles und Bildstrecken. [weiter...]
“A Shaded View On Fashion Film” Barcelona
Anfang des kommenden Jahres, vom 24. bis zum 27. Januar wird das “A Shaded View On Fashion Film”-Festival erstmals in Spanien, genauer gesagt in Barcelona, zu Gast sein. Diane Pernet, kreativer Kopf und Gründerin der Mode-Film-Festspiele, feierte damit bisher großen Erfolg in der Geburtsstadt von ASVOFF Paris.
Nach und nach wurden mehrere Städte als Festivalorte adaptiert, seit heute etwa sind die prämierten Videos in Tokyo zu sehen. Mit dabei sind große Namen und Künstler wie Nick Knight, Chris Cunningham, Róisín Murphy, Tilda Swinton oder Steven Klein – und Designer/Labels wie Yves Saint Laurent, Yohji Yamamoto, Hussein Chalayan oder Givenchy.
Einige Gewinner des diesjährigen 4. Festivals sind inzwischen bei youtube zu sehen. [weiter...]













