Berlin Fashion Week: PREMIUM Young Designers Award Juli 2011

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Die Gewinner v.l.n.r. Vonschwanenflügelpupke, Karlotta Wilde und Marco Steiner mit Anita Tillmann und Norbert Tillmann

Den inoffiziellen Auftakt zur Berlin Fashion Week bildete, wie jedes Jahr, der PREMIUM Young Designers Award, der gestern im F95 Store an der Frankfurter Allee verliehen wurde. Die Leitung der Modemesse fördert seit 2005 den Designernachwuchs tatkräftig mit diesem Award, der unter anderem Dawid Tomaschewski und mongrels in common hervorgebracht hat.
In diesem Jahr freuen sich Karlotta Wilde (Womans Wear), Marco Steiner vom Label Marc Stone (Mens Wear) und das Duo Vonschwanenflügelpupke (Accessoires) über die Förderung in Form eines Standes auf der Messe, Verkauf der Labels im F95 Store und PR-Unterstützung durch PREMIUM. [weiter…]

Manish Arora – Verticopuppets

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Manish Arora F/W 2011/12

Indien kommt. Als einer der BRIC-Staaten hat der asiatische Subkontinent technologisch und wirtschaftlich längst begonnen aufzuholen, doch denkt man an indische Mode, so bleibt der Gedanke meist beim Sari und Henna-Tattoos stehen. Nicht so bei Manish Arora, der zwar in seinem Farbkasten die Ganze Vielfalt der indischen Tracht vermengt, doch in Sachen Schnitt und Detail ganz weit vorne mit dabei ist. [weiter…]

Disability Chic

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Larry Dunstan Photography

Ein immer wieder aufgegriffenes Motiv in Mode und Populärkultur ist das der Behinderung. Ob in Modefotografie, Kunst oder Film: Behinderung, ihre Ästhetisierung und ihr Schrecken, ist ein schockierendes und zugleich anziehendes visuelles Element. Um eines vorwegzuschicken: es geht hier nicht um tatsächliche Behinderung, sondern um ihre, zumeist geschönte, Repräsentation in den Medien und der Mode. [weiter…]

Sasa Kovacevic – guter Sozialist, böser Sozialist

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Der in Serbien geborene Designer Sasa Kovacevic gründete 2007 sein Label Sadak und ist seit seinem Abschluss an der Kunsthochschule Weißensee eines der aufstrebenden Designtalente Berlins. Er nahm mit seiner Abschusskollektion 2009 als Finalist bei Designers for Tomorrow teil, im Jahr darauf stand er in der letzen Auswahlrunde des Start your Fashion Business-Wettbewerbs und vor Kurzem hat er den Baltic Fashion Award in der Kategorie Männer gewonnen. [weiter…]

Hyères 2011 – Die Ausstellungen

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Die Villa Noailles ist kein einfaches Haus, nicht einmal eine einfache Villa. Das zeigt sich in ihrem Baustil, in ihrer Geschichte, in ihrer heutigen Nutzung, aber vor allem in ihrer Atmosphäre, die auch auf Bildern spürbar wird. Weil sie selbst ein Kunstwerk ist, das sich aber nicht in den Vordergrund drängt, schafft sie so eine besondere Kulisse für die darin und um sie herum stattfindenden Ausstellungen. [weiter…]

Hyères 2011 – Die Gewinner

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Gewinnerin C©line M©teil mit der Jury um Raf Simons

Am gestrigen Abend wurden in Hyères die Gewinner des Mode- sowie des Fotografiewettbewerbes 2011 gekürt. Eines lässt sich leicht vorausschicken: Hyères lag eindeutig in Frauenhand.
Die Gewinnerin des Publikumspreises sowie des Preises der Premi©re Vision, der in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben wurde, ist die Französin C©line M©teil, die zuvor bereits Erfahrungen bei Galliano und Balenciaga sammeln konnte. Ihre Kreationen aus Jaconet, einem glatten, sehr feinen Baumwollgewebe, waren so konstruiert, dass sie an Breifumschläge erinnerten. An den Schultern überspitzt, legen sich die Kleider von alleine flach zusammen, wenn man sie hinlegt. Der Titel der Kollektion: Pli© Backstage. [weiter…]

Festival for Fashion and Photography Hyères 2011

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Das Festival Hyères findet einmal jährlich in dem gleichnamigen südfranzösischen Küstenstädchen statt und hat einige der bekanntesten Modeschöpfer unserer Zeit hervorgebracht.
Hoch über dem Stadtkern mit seinen engen Gässchen und mit einem majestätischen Ausblick über die Côte d’Azur, ruht die Villa Noailles. Dieser geschichtsträchtige Ort ist heute Schauplatz des wohl entspanntesten Modewettbewerbs der Welt. [weiter…]

Buch: Berliner Chic

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Buchcover „Berliner Chic“

In einer umfassenden Bestandsaufnahme des Berliner Stils von damals bis heute haben Susan Ingram und Katrina Sark mit Berliner Chic ein Buch veröffentlicht, an dem keiner, der über das heutige Berlin und seine Mode sprechen will, vorbeikommt.

Beginnend mit der Verortung des Berliner Chics in der Moderne, in seiner „arm aber sexy“- Ästhetik, und der Frage, warum diese den Facettenreichtum der Stadt so vortrefflich auf den Punkt bringt, zeigen die Beiden Autorinnen Berlins Einzigartigkeit unter den Metropolen der Welt auf. Berlin sei nicht die Stadt der Liebe, auch wenn sie der Geburtsort der Love Parade ist, sondern die Stadt der „tough love“, der Peitschen, Ketten und Riemen – kurzum: die Stadt der Moderne und ihre Mode die der Industrialisierung. [weiter…]