London Fashion Week: Heohwan Simulation

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Hwan Heo, Kopf hinter dem Label Heohwan Simulation, hat es weit gebracht seit seinem Studium an der Royal Academy of Arts. Von seinen Anfängen im Menswear Design über die zur Gründung seiner eigenen Fashion Brand bis hin zum Gewinn des Merit Awards für seine jüngste DOB Kollektion.
Scheint, als wenn der Sprung von Mens- zu Womenswear für Hwan Heo die beste Entscheidung seiner bisherigen Karriere war. Schon innerhalb kürzester Zeit zog das Nachwuchstalent mit seiner Arbeit weltweit eine Menge Verehrer an. “Das ist das Ergebnis exzellenter Handwerkskunst und talentiertem Design”, so Martyn Roberts, Direktor des Vauxhall Fashion Scout, der Plattform für außerordentlich begabte Nachwuchsdesigner der Londoner Modeszene.

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Dort war auch im Rahmen einer Fashion Show bei der London Fashion Week die Präsentation seiner preisgekrönten Kollektion für die kommende Sommersaison zu sehen.
Nach seinem Debut bei Ones To Watch im Februar ist er seiner Linie treu geblieben; auch diese Saison sind seine Silhouetten stark von seinem Hintergrund im Menswear Design geprägt. Mit der Kombination von rauen Schnittmustern und leichten Stoffen mit glattem Leder, welche die Weiblichkeit des fraulichen Körpers geschickt umspielen, kreierte der in London ansässige Designer ein futuristisches Flair, welches dennoch den Nerv unserer Zeit trifft.

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Die Quelle seiner Inspiration sei in erster Linie sein kritischer Blick auf Mode- und Kunstgeschichte. Für Spring/Summer 2013 scheint der Einfluss weitestgehend aus verschiedenen modischen Schlüsselelementen des 20. Jahrhunderts zu bestehen. Während die taillenlosen Schnitte in der westlichen Hemisphäre weitestgehend mit der Silhouette der goldenen 20er assoziiert werden, wurde der jungenhafte Charme von den weiten Hosen und XL-Blazern vor allem von Filmikone Marlene Dietrich in den 30er Jahren geprägt.
Auch eine Nähe zu zeitgenössischer asiatischer Ästhetik ist unbestreitbar, durch Heos Art und Weise der Anwendung von klaren Linien und geometrischen Elementen.
Eine wahrscheinlich für den koreanischen Designer sehr persönliche Symphonie von kulturellen Elementen der westlichen und östlichen Halbkugel.