<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>modabot &#187; Paul Poiret</title>
	<atom:link href="http://www.modabot.de/tag/paul-poiret/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.modabot.de</link>
	<description>Modabot - Mode News Nachrichten Film Fotografie / Fashion News Film Photography</description>
	<lastBuildDate>Wed, 13 May 2026 16:24:41 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=4.1.41</generator>
	<item>
		<title>Die verlorene Aussage, oder: das Ende der Mode?</title>
		<link>http://www.modabot.de/lost-generation</link>
		<comments>http://www.modabot.de/lost-generation#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Sep 2013 08:03:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Russ]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fashion]]></category>
		<category><![CDATA[3D-Print]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander McQueen]]></category>
		<category><![CDATA[Coco Chanel]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy Wall Street]]></category>
		<category><![CDATA[Ökorrektes]]></category>
		<category><![CDATA[online shopping]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Poiret]]></category>
		<category><![CDATA[Rei Kawakubo]]></category>
		<category><![CDATA[wearables]]></category>
		<category><![CDATA[Yves Saint Laurent]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.modabot.de/?p=29471</guid>
		<description><![CDATA[
	<div>
	<a href="http://www.modabot.de/lost-generation"><img title="chaostocouture_2554333b" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/chaostocouture_2554333b.jpg" alt="Die verlorene Aussage, oder: das Ende der Mode?" width="200" height="125" /></a>
	</div>
	Kürzlich, in einem Gespräch mit  Freunden, in welchem es um Mode ging, kam folgende Frage auf: was hat die Mode heute noch zu sagen? In der Vergangenheit, so einer meiner Gesprächspartner, sei die Mode stets der Gesellschaft vorausgeeilt. Nun suche<br /><a class="more" href="http://www.modabot.de/lost-generation">[weiter...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[
	<div>
	<a href="http://www.modabot.de/lost-generation"><img title="chaostocouture_2554333b" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/chaostocouture_2554333b.jpg" alt="Die verlorene Aussage, oder: das Ende der Mode?" width="200" height="125" /></a>
	</div>
	<div id="attachment_29548" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">&#8222;I shop, therefore I am&#8220;, Barbara Kruger.</p></div>
<p>Kürzlich, in einem Gespräch mit  Freunden, in welchem es um Mode ging, kam folgende Frage auf: was hat die Mode heute noch zu sagen? In der Vergangenheit, so einer meiner Gesprächspartner, sei die Mode stets der Gesellschaft vorausgeeilt.<br />
Nun suche sie immer wieder Zuflucht in &#8222;Retro&#8220; und &#8222;Vintage&#8220;, verliere sich in ewigen Neuauflagen der Vergangenheit. Doch dies seien letzten Endes nur Euphemismen für ein und dasselbe Problem: die Mode tue nichts mehr für die Menschen, außer &#8211; so wandte ich scherzhaft ein &#8211; zu verursachen, dass er sich zu fett fühle. Doch warum ist das so, warum trifft die Mode im 21.Jahrhundert keine Aussagen mehr? Eine Spurensuche. <span id="more-29471"></span></p>
<p>Vor etwa hundert Jahren, 1911, entwarf Paul Poiret die Harem Pants, auch &#8222;Jupe-culotte&#8220; genannt, eine orientalisch inspirierte Schöpfung irgendwo zwischen Rock und Hose &#8211; damals eine wahrhaft schockierende Neuheit, aus mehreren Gründen. Erstens: Frauen trugen damals keine Hosen; Bein zu zeigen, den Körper der Frau derart abzuformen war eine unerhörte Obszenität, man fürchtete die &#8222;Vermännlichung der Frau&#8220;. Zweitens: die Harem Pant griff die neue Faszination mit dem Orientalischen auf, die das Ballet Russe initiiert hatte, und das Ballet Russe war ein Anschlag auf die politischen und sozialen Normen der Zeit. Drittens: Orientalismus als Chic zu verkaufen, hieß auch, Zweifel an der damals herrschenden Meinung zu äußern, dass der Westen allen anderen Kulturen überlegen sei. Die Haremhose Paul Poirets war also dreifach politisch aufgeladen: geschlechterpolitisch, kulturpolitisch und geopolitisch.</p>
<div id="attachment_29544" style="width: 588px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Ballet Russes</p></div>
<p></p>
<p>Auch Coco Chanel nutzte die Macht des ethnischen-inspirierten Designs um Dissent auszudrücken; war, wie man in <a title="Film: Coco Chanel und Igor Stravinsky" href="http://www.modabot.de/film-coco-chanel-und-igor-stravinsky">Coco und Ivan</a> sehen konnte, eng mit dem Ballet Russes verbandelt. Doch ihre bahnbrechende Aussage traf sie etwas, wenn auch nicht viel, später mit dem Einsatz vorher als minderwertig betrachteter Materialien. Coco Chanels wahre Errungenschaft war nicht das kleine Schwarze, sondern ihre Herangehensweise an Materialien: unechte Perlen, chemische Inhaltsstoffe in ihrem Parfüm und Jersey waren die wahren Neuheiten eingeführt unter Mademoiselle. Sie nivellierte den qualitativen Unterscheid zwischen teuer und billig &#8211; und auch wenn ihre Kreationen nicht für Jedermann leistbar waren, H&amp;M und Zara verdanken es zu einem nicht geringen Teil ihr, dass sie heute bei den Großen mitspielen dürfen, dass günstig auch chic sein kann. Sie sah damit große gesellschaftliche Umwälzungen hervor, die das Wirtschaftswunder in der Nachkriegszeit mit sich bringen würde.</p>
<div id="attachment_29486" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">* Coco Chanel wearing a jersey suit in Biarritz, 1928. Shot by Roger-Viollet.</p></div>
<p>Dann kam Yves Saint Laurent. Er nahm die letzte große Hürde und steckte die Frau in einen Smoking, verwandelte die Kunstwerke Mondrians und van Goghs in Kleidungsstücke, fabrizierte eine Kollektion zu scheinbar jeder Kultur &#8211; die Vielfalt, die er schuf übersetzte den Aufruhr des Civil Rights Movements und des Feminismus seiner Lebzeiten in Stoff.<br />
In den 80ern erlebte die Mode ihre nächste große Rebellion, als die Japaner, allen voran Rei Kawakubo, die Schneiderei, und die vermeintlich einzig wahre &#8211; ergo westliche- Ästhetik auf den Kopf stellten. Ein letztes Wetterleuchten bescherte uns Alexander McQueen, dessen Kollektionen die Macht besaßen, die Welt auf den Kopf zu stellen, oder zumindest neu zu überdenken.<br />
Doch seitdem? Es scheint, die Mode stecke fest, klopfe vergeblich gegen eine Glasdecke, die bereits abgeschafft scheint.</p>
<div id="attachment_29546" style="width: 600px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Yves Saint Laurent</p></div>
<p>Vielleicht ist genau das das Problem. Ähnlich wie der Feminismus, so scheint sich auch die Mode in einem angenehmen, aber ungerechtfertigten, Mittagsschläfchen zu befinden. Mit vermeintlich keinen gravierenden Problemen mehr, gegen die es in dieser westlichen Konsumgesellschaft zu kämpfen gibt, kann sie sich bequem dem Kapitalismus hingeben, sich zwitterhaft immer wieder von ihrer eigenen Formensprache befruchten lassen und dem süßen Nichtstun frönen, während das Online-shopping den Rest besorgt.</p>
<div id="attachment_29550" style="width: 630px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Punk Ausstellung im Metropolitan Museum New York</p></div>
<p>Vielleicht gibt es nach Punk, nach Strukturalismus, nach der Postmoderne, der ultimativen Dekonstruktion, einfach nichts mehr zu sagen?<br />
Sind wir eine verlorene Generation, oder besser, ist uns die Macht der Formulierung, der Zielsetzung verloren gegangen? Selbst die (Leit-)Medien, wie es Meredith Artley, Managing Editor von CNN neulich so <a href="http://www.theonion.com/articles/let-me-explain-why-miley-cyrus-vma-performance-was,33632/" target="_blank">pointiert darlegte</a>, sind mehr interessiert an Klickzahlen und Auflagensteigerung als an investigativem oder mobilisierendem Journalismus.<br />
Ähnlich wie bei dem kläglichen Ende der Occupy Wall Street Bewegung, das nach dem Winter einfach nicht mehr an Fahrt aufnehmen konnte, fehlt es der aktuellen Generation an einer klaren Agenda: nichts scheint mehr sicher, keine Zukunftspläne mehr schmiedbar, die Pluralität der Lebensentwürfe verhindert eine klare Entscheidung. Auch die Mode kann sich nicht auf eine deutliche Aussage einschießen, treibt sich eine Saison in den 40ern, eine andere in den 90ern herum und dreht Däumchen.</p>
<div id="attachment_29549" style="width: 678px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">What Is our one demand? Occupy Wall Street Flyer</p></div>
<p>Nun fehlt natürlich ein Lösungsvorschlag dieses Dillemmas: <a title="Gastbeitrag: Fredericke Winkler über ökorrekten Luxus" href="http://www.modabot.de/gastbeitrag-fredericke-winkler-uber-okorrekten-luxus" target="_blank">Ökorrektes</a>, <a title="3D-Printing in der Mode – Code statt Handarbeit" href="http://www.modabot.de/3d-printing-in-der-mode-code-statt-handarbeit" target="_blank">3D-Print</a>, <a title="Eco-Wearables: Tee oder Kaffee?" href="http://www.modabot.de/eco-wearables-tee-oder-kaffee" target="_blank">Wearables</a> könnten die Entwicklungsfelder der Zukunft zu sein. Doch allen drei mangelt es an Potential, was politische und soziale Kritik angeht &#8211; sie sind keine Revolution, sondern lediglich eine Kontinuation des Status Quo.<br />
Sind alle Schlachten der Mode geschlagen? Ist die Zeit der kritischen Mode ein für allemal vorüber?<br />
Natürlich nicht.<br />
Aber es wird höchste Zeit, dass sie ihre Stimme wiederfindet.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.modabot.de/lost-generation/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Buch: Poiret, Dior and Schiaparelli</title>
		<link>http://www.modabot.de/buch-poiret-dior-and-schiaparelli</link>
		<comments>http://www.modabot.de/buch-poiret-dior-and-schiaparelli#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Nov 2012 09:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Russ]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fashion]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Berg Publishers]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Dior]]></category>
		<category><![CDATA[elsa schiaparelli]]></category>
		<category><![CDATA[Ilya Parkins]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Poiret]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.modabot.de/?p=19012</guid>
		<description><![CDATA[
	<div>
	<a href="http://www.modabot.de/buch-poiret-dior-and-schiaparelli"><img title="41t8klvVqpL._SL500_" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/41t8klvVqpL._SL500_.jpg" alt="Buch: Poiret, Dior and Schiaparelli" width="135" height="200" /></a>
	</div>
	Buchcover: Poiret, Dior and Schiaparelli by Ilya Parkins. Schiaparelli mit Modell, Bild via. Die Wandlung des Frauenbildes in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts &#8211; der Moderne &#8211; lässt sich durch die Kleidung, welche von den Frauen getragen wurde, sowie anhand<br /><a class="more" href="http://www.modabot.de/buch-poiret-dior-and-schiaparelli">[weiter...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[
	<div>
	<a href="http://www.modabot.de/buch-poiret-dior-and-schiaparelli"><img title="41t8klvVqpL._SL500_" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/41t8klvVqpL._SL500_.jpg" alt="Buch: Poiret, Dior and Schiaparelli" width="135" height="200" /></a>
	</div>
	<p><em>Buchcover: Poiret, Dior and Schiaparelli by Ilya Parkins. Schiaparelli mit Modell, Bild <a href="http://www.vogue.co.uk/spy/celebrity-photos/2012/4/18/elsa-schiaparelli-style-file/gallery/11" target="_blank">via</a>.</em><a href="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/ESchiaparelli11_v_16apr12_getty_b_320x480.jpg"><br />
</a></p>
<p>Die Wandlung des Frauenbildes in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts &#8211; der Moderne &#8211; lässt sich durch die Kleidung, welche von den Frauen getragen wurde, sowie anhand der Aufzeichnungen der prägendsten Modeschöpfer dieser Zeit, gut veranschaulichen. In dem beim Berg Verlag erschienenen Buch <em>Poiret, Dior and Schiaparelli</em> macht Ilya Parkins genau das.</p>
<p><span id="more-19012"></span></p>
<p><em>Poiret in seinem Atelier, Bild <a href="http://www.google.de/imgres?hl=en&amp;biw=1024&amp;bih=508&amp;tbs=isz:m&amp;tbm=isch&amp;tbnid=hj301S86MNRsBM:&amp;imgrefurl" target="_blank">via</a>. </em><a href="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/poiret_p646.jpg"><br />
</a></p>
<p>Paul Poiret, ein Schüler Worths und Doucets, der sich als Künstler, nicht als Modemacher positionierte, um Preise und Ansehen seines Hauses in die Höhe zu treiben, war wohl einer der ersten Modedesigner im heutigen Sinne. <a title="Prada Schiaparelli: Impossible Coversations" href="http://www.modabot.de/prada-schiaparelli-impossible-coversations">Elsa Schiaparelli</a>, war eine italienische Couturiére, die vor allem als Feindin Chanels und für ihre Kollaborationen mit Künstlern wie Dalí bekannt ist. Zu Christian <a title="Paris Fashion Week: Raf Simons und Dior" href="http://www.modabot.de/paris-fashion-week-raf-simons-und-dior">Dior</a>, einem der wichtigsten Designer des 20. Jahrhunderts, muss eigentlich nicht viel gesagt werden &#8211; sein Erfolg beruhte darauf,  nach dem Zweiten Weltkrieg den Damen der feinen Gesellschaft Dekadenz und Luxus zurückzugeben und die Frauen, die sich seine Kreationen nicht leisten konnten, zum Träumen zu bringen.</p>
<p><a href="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/Christian-Dior-.jpg"><br />
</a><em>D</em><em>ior bei der Anprobe mit Modell, Bild <a href="http://www.furinsider.com/fashion-icons-frederic-castet-christian-dior-michelangelo-of-fur-design/" target="_blank">via</a>. </em></p>
<p>Welche Aussagen können diese drei Repräsentanten der Mode nun über das damalige Frauenbild treffen? In ihren jeweiligen Autobiografien beschrieben alle drei die Frauen ihrer Zeit &#8211; teils als emanzipierte, aufgeklärte Vertreterinnen der Moderne, teils als ahnungslose Modeopfer. Diese Ambivalenz hält einiges an Einblicken in eine andere Zeit bereit &#8211; ein Wurmloch aus Zeitzeugenberichten, durch das Ilya Parkins, Assitant Professorin für Gender und Women&#8217;s Studies an der University of British Columbia in Kanada einen langen, schonungslosen Blick wirft.</p>
<p><a href="http://www.bergpublishers.com/?TabId=15494" target="_blank"><em>Poiret, Dior and Schiaparelli. Fashion, Femininity and Modernity</em></a><br />
Ilya Parkins</p>
<p>Gebundene Ausgabe: 208 Seiten<br />
Verlag: Berg Publishers (November 2012)<br />
Sprache: Englisch<br />
ISBN-10: 0857853260</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.modabot.de/buch-poiret-dior-and-schiaparelli/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
