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	<title>modabot &#187; youthquake</title>
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		<title>Alter und Tradition &#8211; Gripster</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jan 2013 18:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Russ]]></dc:creator>
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	<a href="http://www.modabot.de/alter-tradition-gripster"><img title="Lena+Dunham+Girls+Set+Soho+daQJZSGpoCCl" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/Lena+Dunham+Girls+Set+Soho+daQJZSGpoCCl.jpg" alt="Alter und Tradition &#8211; Gripster" width="133" height="200" /></a>
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	Lanvin Kampagne mit 81-jährigem Model 2012 Das Youthquake der 1960er legte die Coolness-Messlatte in Sachen Alter sehr tief. Traue keinem über 30, war damals das Motto, heute sieht die Sache anders aus. Alter und Reife werden zunehmend cooler, die Modewelt<br /><a class="more" href="http://www.modabot.de/alter-tradition-gripster">[weiter...]</a>]]></description>
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	<a href="http://www.modabot.de/alter-tradition-gripster"><img title="Lena+Dunham+Girls+Set+Soho+daQJZSGpoCCl" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/Lena+Dunham+Girls+Set+Soho+daQJZSGpoCCl.jpg" alt="Alter und Tradition &#8211; Gripster" width="133" height="200" /></a>
	</div>
	<p><a href="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/lanvin-uses-an-82-year-old-model-and-alexander-mcqueen-is-now-too-hipster-to-deal_h.jpg"><br />
</a><em>Lanvin Kampagne mit 81-jährigem Model 2012</em></p>
<p>Das <a title="Vom Youthquake und seinen Nachbeben" href="http://www.modabot.de/vom-youthquake-und-seinen-nachbeben">Youthquake</a> der 1960er legte die Coolness-Messlatte in Sachen Alter sehr tief. Traue keinem über 30, war damals das Motto, heute sieht die Sache anders aus.<br />
Alter und Reife werden zunehmend cooler, die Modewelt entdeckt die Allure der grauen Eminenz wieder.<a title="A Life in Pictures: Iris Apfel" href="http://www.modabot.de/a-life-in-pictures-iris-apfel"> Iris Apfel</a>, <a title="News Radar: Parsons Paris, Grace Coddington, Margiela, Christopher Kane/Balenciaga, Missoni" href="http://www.modabot.de/news-radar-parsons-paris-grace-coddington-margiela-christopher-kanebalenciaga-missoni">Grace Coddington</a>, <a title="Anna Dello Russo für H&amp;M: You Need a Fashion Shower" href="http://www.modabot.de/anna-dello-russo-fur-hm-you-need-a-fashion-shower">Anna Dello Russo</a>, <a title="News Radar – Galliano verklagt Dior, Roitfeld “sexy tired” für MAC, H&amp;M expandiert" href="http://www.modabot.de/news-radar-roitfeld-sexy-tired-fur-mac-hm-expandiert-galliano-verklagt-dior">Carine Roitfeld</a> &#8211; viele der heute so verehrten Modeikonen und Enscheidungsträgerinnen der Mode stehen (oft weit) jenseits der 50. Granny-Chic ist in und anders als beim Youthquake, Aussehen wie Twiggy, ein kleines Mädchen ohne jegliche Pubertätsanzeichen, versuchen die heutigen Hipster erwachsen, so reif und erfahren auszusehen, wie ihre Großeltern &#8211; ergo der Neologismus: Gripster. <span id="more-21918"></span></p>
<p><a href="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/tumblr_makfhry6491rq6tkxo5_1280.jpg"><br />
</a><em>A</em><em>ge Reversal Trend Report für 2014, Bilder via Tumblr</em></p>
<p><a href="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/tumblr_mgr2llELYY1qegvamo1_500.jpg"><br />
</a><em>Gripster / Granny Chic, Bilder via Tumblr</em></p>
<p>Die Haarfarbe des vergangenen Sommers: Grau. Rocklänge: Maxi. Die Frisur: Dutt. Die Absätze: niedrig. Ein alter Hut dazu, ein weiter Strickcardigan, Vintageklamotten oder, noch besser, gleich von Omi selbst Geerbtes &#8211; Granny-Chic eben.<br />
Blogs wie <a title="News Radar: H&amp;M x Givenchy, Detox Zara, Susie Bubble Buch, Blogger-Probleme" href="http://www.modabot.de/news-radar-hm-x-givenchy-detox-zara-susie-bubble-buch-blogger-probleme">Advanced Style</a> machen es vor &#8211; so geht cool heute. Selbige Regeln sind  bei den Herren am Werk: Holzfällerbärte machen auch das milchigste Gesicht zehn Jahre älter, Hornbrillen, der Strickcardigan, Pullunder oder Weste, dazu eine Fliege &#8211; man mischt Heritage und Vintage um seriös und lässig zugleich zu wirken.</p>
<p><a href="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/black-hipster-fashion-men-women.jpg"><br />
</a><em>Männliche Gripster, Bild via Tumblr. </em></p>
<p>Die Mode ist nicht nur Oberfläche, sie visualisiert auch gesellschaftliche Entwicklungen und Strömungen, lange bevor sie verbalisiert werden. Die rückläufigen Geburtenzahlen in der westlichen Welt, das Älterwerden der Menschen, und die damit einhergehende Neuausrichtung der Werbung auf eine alternde Zielgruppe mag ein Faktor in dieser Entwicklung sein.<br />
Früher war 60 ein Alter, in dem man sich langsam zur Ruhe setzte; Heute ist es ein Moment, um sich neu auszurichten und andere Projekte zu beginnen, das Haus zu verkaufen und das Geld in Abenteuerreisen, Mode oder Kosmetik zu investieren. Diese Perspektivverschiebung kommt nun vielleicht bei den Jungen an.</p>
<p><a href="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/tumblr_makfhry6491rq6tkxo3_1280.jpg"><br />
</a><em>A</em><em>ge Reversal Trend Report für 2014, Bilder via Tumblr. </em></p>
<p>Oder der Grund dafür ist in der Spirale von Kultur und Gegenkultur zu finden. Das Retrorad dreht sich immer weiter im Kreis, weil seit den 60/70er Jahren keine wirklich weitreichende Veränderung mehr stattgefunden hat. Die damalige Gegenkultur wird immer noch als cool empfunden, dabei ist sie längst Mainstream.<br />
Die Jeans ist kein Symbol des Widerstandes mehr, sondern auch ein Luxusprodukt.<br />
Rebellion ist kaum noch möglich, Drogen, eine Ausbildung zum Yogalehrer, ein Religionswechsel &#8211; alles ist längst gesellschaftlich akzeptiert.<br />
Man vereint so wie Steve Jobs Buddhismus und technologisches Know-How, macht aus einem Hobby ein Milliardenunternehmen wie Ben &amp; Jerry&#8217;s, oder verdient mit Kapitalismuskritik Millionen. Das Establishment ist nicht mehr der Feind, die Grenzen und Lager verwischen.<br />
Die Jungen wollen so schnell wie möglich auch dort hin, wo die alten bereits sind.</p>
<p style="text-align: left;"><em>Juicy Couture Werbung 2007. Bild via Tumblr. </em></p>
<p>Vielleicht ist es auch Nostalgie, und die Angst vor der sich ändernden Welt, in der man vermutlich nie den Grad an Sicherheit erreicht, den die Eltern hatten. Fester Job, Haus, Familie, die Kategorien und Prioritätetn früherer Generationen scheinen nicht mehr anwendbar. Doch die Vintagekleidung gibt den Anschein, dass alles beim Alten ist.<br />
Selbst die Fotografien, die heute gestochen scharf möglich sind, werden künstlich mit Körnung und Sepia-Filter versehen, fast so, als wolle man sich in eine andere Zeit zurückversetzen.</p>
<p><br />
<em>A</em><em>lexa Chung, Lena Dunham, granny-chic</em></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vom Youthquake und seinen Nachbeben</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 03:53:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Russ]]></dc:creator>
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	<a href="http://www.modabot.de/vom-youthquake-und-seinen-nachbeben"><img title="" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/BJ_David_Bailey-tm.jpg" alt="" width="149" height="200" /></a>
	</div>
	Twiggy in Betsey Johnson, British Vogue 1966, Foto David Bailey; Lauren Hutton in einem &#8222;Glue it Yourself dress&#8220;, ebenfalls Betsey Johnson, LIFE, 1966. Fotograf unbekannt. Die Ausstellung mit dem Titel Youthquake! The 1960s Fashion Revolution, derzeit am FIT zu sehen,<br /><a class="more" href="http://www.modabot.de/vom-youthquake-und-seinen-nachbeben">[weiter...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[
	<div>
	<a href="http://www.modabot.de/vom-youthquake-und-seinen-nachbeben"><img title="" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/BJ_David_Bailey-tm.jpg" alt="" width="149" height="200" /></a>
	</div>
	<p> <br />
<em>Twiggy in Betsey Johnson, British Vogue 1966, Foto David Bailey; Lauren Hutton in einem &#8222;Glue it Yourself dress&#8220;, ebenfalls Betsey Johnson, LIFE, 1966. Fotograf unbekannt.</em></p>
<p>Die Ausstellung mit dem Titel <a href="http://fitnyc.edu/12043.asp" target="_blank"><em>Youthquake! The 1960s Fashion Revolution</em></a>, derzeit am FIT zu sehen, beschäftigt sich mit einem wichtigen Wendepunkt der Mode, der Medien und der Kultur: die Jugendrevolution der Sechziger Jahre. Von einer Gesellschaft, in der das Establishment das Sagen hatte, wandelte sich beinahe schlagartig alles hin zu einem Massenmarkt dominiert von Teens und Twens, eine Veränderung, die selbst die Haute Couture transformierte.<span id="more-11728"></span></p>
<p>Obwohl dem Youthquake schon in den Fünfzigern eine Revolution der Jugend vorangegangen war, thematisiert in Filmen wie <em>Rebel without a Cause</em> oder <em>The Wild One</em>, war London in den 60ern dennoch das Epizentrum der kulturellen Revolution, die das Gesicht der Mode, der Werbung und des Konsums für die nächsten Jahrzente verändern sollte.<br />
Mods, Beatniks, wenig später Hippies, Mary Quant und schockierend kurze Rocksäume waren die Symptome einer Veränderung, die viel tiefer lag. Teenager rebellierten gegen die Traditionen und überkommenen Ansichten ihrer Eltern und der Gesellschaft, in der sie lebten. Sie sahen die gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten, technologisch-wissenschaftliche Veränderungen und einen sinnlosen Krieg, der ihre Freunde das Leben kostete. Im Gegensatz zu den Jahrzehnten zuvor verfügten sie jedoch über die monetären Mittel und die Freiheit, ihr Geld auszugeben, wie sie es für richtig hielten. Eine Uniform der Andersartigkeit war geboren.</p>
<p> <br />
<em>Kleid von Harry Gordon 1967, Twiggy inspirierte Strumpfhosen ca. 1967-68</em></p>
<p>Twiggy, das mädchenhafte Model mit den langen Wimpern und Minikleidern wurde zum Aushängeschild dieser Generation, die ihren Widerspruch gegen die Ungerechtigkeit ihrer Welt unter anderem durch Kleidung ausdrückten. Lange Haare für Männer und Pixie-Haarschnitte für Frauen rüttelten an althergebrachten Konventionen wie ein Mann oder eine Frau auszusehen habe, und Miniröcke fochten einen Kampf um Selbstbestimmung weiblicher Körper auf einem deutlich sichtbaren Level aus.</p>
<p>Die Ausstellung zeigt unter anderem Stücke von Mary Quant in London, Harry Gordon&#8217;s A-Linien Kleid mit einem Foto von Bob Dylan, und Betsey Johnson für Paraphernalia in New York. Die körperfernen Schnittmuster dieser Mode begünstigten weiter die massenhafte Produktion der Kleidung und ermöglichten somit eine sehr demokratische Verbreitung der Mode, die sich jeder leisten konnte.</p>
<p>Noch heute sind der Musikmarkt, die Kosmetikbranche und die Modeindustrie von all diesen Veränderungen stark beeinflusst, und speziell das ideale Körperbild der Frau wandelte sich zu dem des beinahe knabenhaften Models, begonnen mit Twiggy und gipfelnd in Kate Moss. Die Nachbeben des Youthquake änderten Schauspieler/innen, die immer jünger zu werden scheinen: Dakota Fanning, Emma Watson, Justin Bieber, Elizabeth Olsen, Tavi Gevinson und zahlreiche weitere junge Nachwuchstalente sind die neuen Gesichter der Entertainmentindustrie, und der Modeanzeigen, lange bevor sie Erwachsenenalter erreichen.<br />
Doch zeichnen sich auch Gegenströmungen ab. Doves Werbekampagnen mit weniger perfekten, reiferen Frauen, Brigittes Ansatz, &#8222;echte&#8220; Frauen als Modelle zu benutzen, Schauspielerinnen wie Kate Winslet, die digital nachbearbeitete Bilder von sich nicht veröffentlichen lässt, und Großbritanniens Verbot zu stark gephotoshoppter Models in Werbeplakaten &#8211; es scheint sich ein, wenn auch zaghafter, Gegentrend zum bedingungslosen Jugendideal abzuzeichnen.</p>
<p> <a href="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/Pamela-Love-Spring-2012-1.jpg" target="_blank"><br />
</a><em>M.A.C. Kampagne mit Iris Apfel, Debra Rapoport auf Advanced Style</em></p>
<p>Zuletzt die neue Linie der Kosmetikfirma M.A.C., die mit dem Gesicht der über 90-jährigen Iris Apfel wirbt. Designer machen sich Gedanken über <a href="http://www.modabot.de/julie-meunier-ueber-getting-dressed-when-you-are-getting-old" target="_blank">Mode im Alter</a>, Modeblogs, wie beispielweise <a href="http://advancedstyle.blogspot.com/" target="_blank">Advanced Style</a> in den USA oder <a href="http://www.anders-anziehen.de/" target="_blank">Anders-Anziehen</a> in Deutschland fordern das gängige Schönheitsideal heraus und zeigen wie modisch und mutig Frauen (und Männer) in fortgeschrittenen Alter sein können.<br />
Meryl Streep, 62-jährig, zierte das Cover der US Vogue im vergangenen Januar, als ältestes Covermodell in der Geschichte des Magazins.<br />
Der Trend, falls es einer ist, wäre sinnvoll: Die Gesellschaft hat sich verändert, speziell in Europa wird die Bevölkerung immer älter, mit zurückgehenden Geburtenraten. Senioren haben Zeit und Geld und stellen eine wachsende Bevölkerungsschicht, zudem sind sie aktiver als je zuvor, geben mehr Geld für ihr Äußeres, Reisen und Gesundheit aus.<br />
So wie die 60er nach einer Jugendrevolution verlangten, so scheint sich für die 2010er eine Kehrtwende, ein Umdenken von einem bedingungslosen Jugendwahn abzuzeichnen.</p>]]></content:encoded>
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