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	<title>modabot &#187; Deutschland</title>
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	<description>Modabot - Mode News Nachrichten Film Fotografie / Fashion News Film Photography</description>
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		<title>Leipziger Baumwollspinnerei &#8211; from Cotton to Culture</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Dec 2013 19:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Claudia Baldauf]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
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	<div id="attachment_33547" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Leipsziger Baumwllspinnerei, 1884</p></div>
<p>Leipzig wurde kürzlich in &#8222;Hypzig&#8220; umbenannt und zum &#8222;neuen Berlin&#8220; erklärt. Vor allem für Kreative bietet die Stadt gute Voraussetzungen. Übersichtlich, aber nicht zu provinziell, zieht es künstlerische Idealisten in die durchaus noch bezahlbare Stadt in Sachsen. Es ist nicht das erste Mal, dass Leipzig sich als Ort für Innovation und Erfindungsreichtum hervortut. Schon vor der Jahrhundertwende, um 1880, entstand in Leipzig eine moderne Fabrikanlage, die es so in Kontinentaleuropa noch nicht gab. Sie stellte eine der begehrtesten Waren ihrer Zeit her: Baumwollgarn.</p>
<p><span id="more-33219"></span></p>
<p>Weltweit war der Bedarf an Baumwolle und Baumwollproduktenprodukten im 19. Jahrhundert kontinuierlich gestiegen. Da eine Veränderung dieser Entwicklung nicht in Sicht war und die Umstände in Deutschland für einen eigenen Industriezweig für Baumwollspinnerei günstig waren, gründete eine Gruppe Industrieller in Leipzig die Baumwollspinnerei. Dafür sprachen die niedrigen Arbeitslöhne, längere legale Arbeitszeiten als in Großbritannien und hohe Einfuhrzölle auf Garne die hauptsächlich aus England und der Schweiz importiert wurden.</p>
<p>Die als Aktiengesellschaft gegründete Spinnerei erwarb ein Stück urbar gemachtes Sumpfland am Karl-Heine-Kanal im Westen Leipzigs. Das Grundstück verfügte über direkte Anschlussgleise, gesicherte Zu- und Abwasserkanäle und eine Telefonverbindung. Um das Gelände herum bestanden bereits Arbeiterquartiere, die für die Angestellten genutzt werden konnten. Im Jahr 1884 wurde die erste Spinnerei gebaut und im selben Jahr konnte der Betrieb aufgenommen werden.</p>
<div id="attachment_33538" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Leipsziger Baumwollspinnerei, 1909</p></div>
<p>Bereits ein Jahr später hatte sich die Produktion immens gesteigert und bis 1907 entstanden weitere Spinnereien, Kämmereien, Produktionshallen und Verwaltungsgebäude. Die Leipziger Baumwollspinnerei war zur größten Spinnerei Kontinentaleuropas angewachsen, beherbergte ca. 4000 Menschen auf 100.000m². An 240.000 Spindeln arbeiteten Menschen aus Sachsen, Bayern, dem Erzgebirge, Württemberg, aus Polen und Tschechien, aus Österreich und der Schweiz im Dreischichtsystem.</p>
<p>Für die Arbeitskräfte aus ganz Europa wurde eine völlig moderne Infrastruktur geschaffen. In der Nähe der Fabrik gab es Siedlungen mit Arbeiterhäusern, Kindergärten, medizinische Versorgung, Geschäfte, Lokale und Freizeitmöglichkeiten wie einen Park mit Turnhalle, Musikkapellen, Tanzgruppen und Chören. Sogar eine Betriebsfeuerwehr war parat. Weitere Zeichen für die moderne Ausrichtung der Spinnerei waren die eigene Spinnereischule und die Werkskantine, die Waren zum Selbstkostenpreis abgab. Selbst erzeugter Strom konnte für elektrische Bogenlampen anstatt der üblichen Gaslampen genutzt werden. Aber selbst unter diesen zu der Zeit sehr guten Arbeitsbedingungen, breiteten sich nach 1900 die Ideen des Sozialismus aus. Streiks für kürzere Arbeitszeiten waren häufiger an der Tagesordnung, eine Rede Karl Liebknechts im nahe gelegenen Felsenkeller schürte das Gedankengut weiter an.<br />
Die Folgejahre wurden schwierig für die Spinnerei. Während des Ersten Weltkrieges und in der Zeit danach brach die Rohstoffversorgung immer wieder zusammen, der internationale Konkurrenzdruck nahm zu, soziale Unruhen und Inflation bestimmten die Entwicklung. Neben der eigentlichen Garnproduktion kam die Herstellung von Sprengminen zu Kriegszwecken hinzu.<br />
Der Erste Weltkrieg hatte das Industriegelände weitgehend unbeschadet gelassen, da die riesigen Dächer begrünt waren und von Piloten für Wiesen gehalten wurden.<br />
Auch während der Weimarer Republik blieben die Zustände äußerst schwierig. Schwankende Baumwollpreise, unsichere Produktion, zu viel Baumwolle auf dem Markt und eine rückläufige Konjunktur verstärkten die unsichere Wirtschaftslage. Die Löhne wurden gekürzt, während Streiks für den Acht-Stunden-Tag und höhere Löhne legten die Arbeiter die Maschinen still &#8211; für diese Aktion wurde der gesamten Belegschaft fristlos gekündigt.</p>
<div id="attachment_33539" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Leipziger Baumwollspinnerei</p></div>
<p>Die Nationalsozialisten propagierten den &#8222;Aufschwung&#8220;. Nachdem die Spinnerei von allen SPD- und KDP-Mitgliedern „gesäubert“ wurde, investierte die Führung in die Fabrik. Der sogenannte Aufschwung hatte vor allem mit der Produktion von Garnen für Militäruniformen zu tun. Ganz sozial zeigte man sich bei der Versorgung der Frauen, die jetzt in den Produktionshallen arbeiten, da ihre Männer an der Front dienten. Es gab Wohnungen mit Bädern und elektrischen Herden, finanzielle Unterstützung und Familienbeihilfen wie Kuraufenthalte und Wäschepakete. Die Kehrseite der sozialen Medaille waren die Zwangsarbeiterinnen, die eingesetzt wurden. KZ-Häftlinge arbeiteten angeblich nicht in der Spinnerei, der Aufsichtsrat Walter Cramer hatte sich dagegen ausgesprochen. Cramer gehörte zum zivilen Widerstand um Bürgermeister Goerdeler und wurde nach dem Hitler-Attentat verurteilt und hingerichtet.</p>
<div id="attachment_33543" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Leipziger Baumwollspinnerei</p></div>
<p>Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann die sowjetische Besatzungszeit. Die Gebäude und Maschinen erlitten nur wenig Schaden, aber die Reparationszahlungen kosteten die Spinnerei die Hälfte aller Maschinen. Mit dem Jahr 1946 wurde die Leipziger Baumwollspinnerei zum Volkseigenen Betrieb (VEB). Die Belegschaft bestand zu 80% aus Frauen, die nebenbei auch noch eine Familie zu versorgen hatten. Um dem gerecht zu werden, die Produktivität steigern zu können und die Übererfüllung des Planes anzustreben, entstanden Einrichtungen wie Wochenkrippen oder Kinderwochenheime.</p>
<div id="attachment_33541" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Leipziger Baumwollspinnerei</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für viele wirkten die Möglichkeiten zur beruflichen Qualifizierung, das familiäre Umfeld und die kulturellen Angebote wie der soziale Himmel. Wahrgenommen werden konnte diese jedoch nur mit einer Parteimitgliedschaft der SED.<br />
In den 80er Jahren stieg der Konkurrenzdruck aus Indien und Pakistan stark an. Innerbetriebliche Rationalisierungen und der Einsatz moderner Maschinen sollten die Produktivität erhöhen, aber der wirtschaftliche Niedergang war kaum mehr aufzuhalten.</p>
<div id="attachment_33546" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Leipziger Baumwollspinnerei</p></div>
<p>Mit dem Mauerfall endete die Garnproduktion. Kurz darauf, im Jahr 1993 wurde die Spinnerei abgewickelt und von der Treuhand an einen westdeutschen Käufer abgeben. Dieser arbeitete noch eine Zeit lang mit einer Belegschaft von 40 Leuten weiter. Dabei nutzte er nur einen Bruchteil des Geländes und versuchte, für die anderen Räume neue Mieter zu finden. Daraus ergaben sich neue, alternative Nutzungskonzepte. Als erstes kamen die Künstler, unter ihnen z.B. Neo Rauch und andere Vertreter der Neuen Leipziger Schule. Die Mietpreise waren günstig und zogen weitere Kreativschaffende an.</p>
<div id="attachment_33548" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Leipziger Baumwollspinnerei</p></div>
<p>Bis heute hat sich die Baumwollspinnerei in Leipzig zu einer lebendigen Kunststadt entwickelt, die auf einem zehn Hektar großen Werksgelände Modedesignern, Architekten, Druckereien, Goldschmieden, einer Keramikwerkstatt, Porzellanmanufaktur, Fahrradmanufaktur, einem Filmklub, einem Künstlerbedarf und Gastronomie ein Zuhause gibt. Der Guardian nannte die <a href="http://www.spinnerei.de/" target="_blank">Spinnerei</a> 2007 „the hottest place on earth“.</p>
<div id="attachment_33545" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Leipziger Baumwollspinnerei</p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Interview mit The Shopazine &#8211; E-Commerce und Inhalte</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Dec 2013 18:41:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Russ]]></dc:creator>
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	<a href="http://www.modabot.de/interview-mit-the-shopazine-e-commerce-und-inhalte"><img title="The Shopazine" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/shopazine4.jpg" alt="Interview mit The Shopazine &#8211; E-Commerce und Inhalte" width="200" height="125" /></a>
	</div>
	Die beiden als Macherinnen hinter der Plattform Modeopfer110 bekannten Unternehmerinnen Berit Müller und Anja Steffen, haben vor Kurzem ein weiteres Online-Projekt gestartet: The Shopazine. modabot unterhielt sich mit den Berit Müller über die Beweggründe, die Professionalisierung der deutschen Bloggerszene und<br /><a class="more" href="http://www.modabot.de/interview-mit-the-shopazine-e-commerce-und-inhalte">[weiter...]</a>]]></description>
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	<a href="http://www.modabot.de/interview-mit-the-shopazine-e-commerce-und-inhalte"><img title="The Shopazine" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/shopazine4.jpg" alt="Interview mit The Shopazine &#8211; E-Commerce und Inhalte" width="200" height="125" /></a>
	</div>
	<div id="attachment_33097" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">The Shopazine: Berit Müller, Anja Steffen</p></div>
<p>Die beiden als Macherinnen hinter der Plattform <a href="http://www.modeopfer110.de/" target="_blank">Modeopfer110</a> bekannten Unternehmerinnen Berit Müller und Anja Steffen, haben vor Kurzem ein weiteres Online-Projekt gestartet: <a href="http://www.the-shopazine.de/" target="_blank">The Shopazine</a>. modabot unterhielt sich mit den Berit Müller über die Beweggründe, die Professionalisierung der deutschen Bloggerszene und ihre Sicht auf E-commerce.<span id="more-33093"></span></p>
<p>modabot: Was ist The Shopazine?<br />
Berit Müller: The Shopazine ist ein neues Online Magazin, das zum Stöbern, Lesen und Shoppen einlädt. Unser Leben ist mittlerweile so komplex geworden, dass wir täglich eine Vielzahl von Entscheidungen treffen müssen – wo kaufen wir ein, was ziehen wir an, wo gehen wir essen. Mehr denn je wünschen wir uns Vereinfachung und Zeit für´s Wesentliche. Mit the Shopazine kommen wir diesem Bedürfnis nun nach und präsentieren persönlich und liebevoll selektierte Inhalte und Kaufempfehlungen. Statt Wühltisch und Gerangel gibt es bei uns ausgesuchte Sahnestücke aus den Bereichen Fashion, Beauty und Lifestyle, kurz das Beste aus der Welt des Onlineshoppings.</p>
<div id="attachment_33094" style="width: 994px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">The Shopazine</p></div>
<p>modabot: Was ist anders als bei Modeopfer110?<br />
Berit Müller: Im Endeffekt sehr Vieles, denn es ist ein komplett anderes Konzept. Modeopfer110 ist als Informationsplattform und Nachschlagewerk entstanden. The Shopazine ist ein Magazin, das persönlicher ist und in das wir uns auch selbst als Personen mehr in die Inhalte integrieren.</p>
<p>modabot: Was hat Euch zu dem Schritt bewogen?<br />
Berit Müller: Wir haben Modeopfer110 vor fünf Jahren gegründet und haben irgendwann Lust bekommen unser Betätigungsfeld noch etwas auszuweiten. Bei The Shopazine geht es jetzt nicht mehr nur um Mode, sondern um sehr viele weitere schöne Dinge, die wir mögen.</p>
<div id="attachment_33096" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">The Shopazine</p></div>
<p>modabot: Ist Modeopfer damit eingestellt?<br />
Berit Müller: Modeopfer110 ist natürlich nicht eingestellt. Wir besinnen uns dort jetzt einfach wieder auf die Kernkompetenz, nämlich die unerschöpfliche Sammlung an Information zum Thema Mode. Modeopfer110 hat ebenso einen frischen Anstrich bekommen und steht noch genauso wie vorher als Informationsquelle und Suchmaschine zur Verfügung, die auch weiterhin täglich ausgebaut und vervollständigt wird.</p>
<p>modabot: Wie viel Zeit hat dieses neue Design Euch gekostet, wie viel Illustrierarbeit?<br />
Berit Müller: Wir haben Anfang des Jahres mit der Ideenfindung, visuell wie inhaltlich, begonnen. Im Endeffekt braucht dann alles doch wieder länger Zeit als erwartet. Illustrationen waren natürlich Teil des Konzepts, wie auch bereits bei Modeopfer110, werden bei The Shopazine jetzt aber noch öfter eingesetzt.</p>
<div id="attachment_33095" style="width: 882px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">The Shopazine</p></div>
<p>modabot: Stichwort Professionalisierung &#8211; Wie seht ihr die allgemeine Entwicklung der deutschen &#8222;Bloggerlandschaft&#8220;?<br />
Berit Müller: Es kommt uns schon so vor, dass sich langsam die Spreu vom Weizen trennt. Da wir bereits vor 5 Jahren mit der Absicht gestartet sind, das Ganze professionell und hauptberuflich zu machen, hatten wir eh schon immer einen anderen Blick auf die Dinge. Mittlerweile versuchen sehr viel mehr Blogger diesen Weg zu gehen und haben auch gemerkt, dass man dafür entsprechend gute Inhalte liefern muss. Dadurch wird die Qualität der Bloggerlandschaft mit Sicherheit noch besser.</p>
<p>modabot: Ist E-commerce die Zukunft des Blogs?<br />
Berit Müller: Das Konzept passt mit Sicherheit nicht für jeden Blog, denn man sollte seine Besucher nicht zu jeder erdenklichen Möglichkeit mit dem Befehl zum Shoppen überschwemmen. Beziehungsweise ist das der Grund, warum wir unsere Seite konsequent und ausschließlich darauf ausgerichtet haben. Deshalb sehen wir uns nicht als Blog, sondern wollen eine Alternative zu den unendlich vielen und unpersönlichen Onlineshops bieten und auch das Thema E-Commerce, Affiliate Marketing und Curated Shopping in eine ästhetisch ansprechende und liebevoll gestaltete Form bringen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Zeit für einen German Fashion Council</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jul 2012 12:23:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Russ]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fashion]]></category>
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	<div>
	<a href="http://www.modabot.de/zeit-fur-einen-german-fashion-council"><img title="CFDA-tm.jpg" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/CFDA-tm.jpg" alt="Zeit für einen German Fashion Council" width="200" height="114" /></a>
	</div>
	Internetauftritt des CFDA, Liste der CFDA Members In ersten Tagen nach Ende der Modewoche in Berlin war bei fast allen großen Zeitungen Fashion-Week-Rekapitulation, bei einigen war es wieder Zeit für Fashion-Week-Bashing. Das Spiel ist jede Saison das gleiche: Berlin sei<br /><a class="more" href="http://www.modabot.de/zeit-fur-einen-german-fashion-council">[weiter...]</a>]]></description>
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	<div>
	<a href="http://www.modabot.de/zeit-fur-einen-german-fashion-council"><img title="CFDA-tm.jpg" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/CFDA-tm.jpg" alt="Zeit für einen German Fashion Council" width="200" height="114" /></a>
	</div>
	<p><br />
<em>Internetauftritt des CFDA, Liste der CFDA Members</em></p>
<p>In ersten Tagen nach Ende der Modewoche in Berlin war bei fast allen großen Zeitungen Fashion-Week-Rekapitulation, bei einigen war es wieder Zeit für <a href="http://hd.welt.de/wams-hd/wams-hd_stil/article107288290/Jetzt-haste-aber-genug-gespielt-Berlin.html" target="_blank">Fashion-Week-Bashing</a>.<br />
Das Spiel ist jede Saison das gleiche: Berlin sei zu arm, zu langweilig, zu avantgarde, zu unwichtig, zu experimentell, zu desinteressiert. Meist bleibt es bei diesem pessimistischen Bild Berlins als (Nicht-)Modehauptstadt Deutschlands.<br />
Dieses Jahr jedoch verstärkt sich <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/fashion-week-berlin-muss-den-designern-mehr-bieten/6830372.html" target="_blank">einigerorts</a> der <a href="http://www.spiegel.de/panorama/peter-baeldle-mode-ist-alles-ausser-in-deutschland-a-831195.html" target="_blank">Ruf</a>, die deutsche, oder die Berliner Mode, solle sich organisieren &#8211; in Form eines Mode-Rates, oder, um es modischer zu sagen, eines <em>Fashion Council</em>.<span id="more-13526"></span><br />
Jetzt gibt es im föderalen Deutschland schon einige Organisationen, die sich um die Förderung der Mode kümmern, doch warum strahlt deren Arbeit so wenig ins Ausland, oder zumindest doch in Deutschland, aus? Sollte Berlin wirklich einen Platz unter den Grossen anstreben? Welche Faktoren könnten zum Erfolg führen?<br />
Und, die entscheidende Frage: interessiert das überhaupt irgendjemanden?</p>
<p>Die Ausstellung anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der CFDA, des <a href="http://cfda.com/" target="_blank"><em>Council of Fashion Designers of America</em></a>, im Museum des FIT in New York, zeigte eines ganz deutlich: Organisation bringt weiter. Der Zusammenschluss der amerikanischen Modedesigner hat die Mode des zuvor Nicht-Modelandes innerhalb eines halben Jahrhunderts nach ganz weit vorne gebracht.<br />
Das Rezept dafür war ein Fashion Council, gebildet aus den wichtigsten Vertretern der nationalen Modebranche, der sich der Nachwuchsförderung und Imagepflege der amerikanischen Mode nach außen sowie nach innen verschrieb.<br />
Zu den erklärten Zielen des 1962 gegründeten CFDA gehörten: 1. die Verankerung des Modedesigns als eine anerkannte Sparte der amerikanischen Kunst und Kultur; 2. die künstlerischen und professionellen Standards der Branche voranzutreiben, ethische und professionelle Standards einzurichten und zu pflegen, und 3. das öffentliche Verständnis und die Wertschätzung der Mode zu verbessern.</p>
<p>Großbritanniens Modeindustrie verfügt ebenso über einen Mode-Rat. Der <a href="http://www.britishfashioncouncil.com/" target="_blank"><em>British Fashion Council</em></a> (BFC) wurde 1983 gegründet und hat sein Ziel, &#8222;London als einen der major players im internationalen Modezirkus zu etablieren&#8220;, seither durch wegweisende Initiativen, die Organisation von Modenschauen, Ausstellungen und anderen Events zur Förderung der britischen Modeindustrie, vorangetrieben.<br />
Zuletzt beispielsweise &#8222;<a href="http://www.modabot.de/britain-creates-2012" target="_blank">Britain Creates</a>&#8222;, denn was bietet sich besser an, auf das kreative Potential des Landes aufmerksam zu machen, als wenn die Welt schon zu Gast ist, wie dieses Jahr zu den Olympischen Spielen?</p>
<p><br />
<em>Internetauftritt des British Fashion Council</em></p>
<p>Auch Italien hat einen solchen Dachverband, die <a href="http://www.cameramoda.it/en/" target="_blank"><em>Camera Nationale della Moda Italiana</em></a> (CNMI), gegründet 1953 als Non-Profit Organisation, die die &#8222;höchsten kulturellen Werte der italienischen Mode&#8220; vertreten soll.<br />
Das Ziel des Verbandes, auch hier, ist der Schutz, die Koordinierung, und das Stärken des Images der italienischen Mode, sowohl im Inland als auch international.</p>
<p><br />
<em>Internetauftritt Camera Nationale della Moda Italiana</em> </p>
<p>In Frankreich übernimmt dieselbe Funktion die <em>Fédération française de la couture</em><em>, du prêt-à-porter des couturiers et des créateurs de mode</em> <a href="http://www.modeaparis.com/" target="_blank">(Link)</a>. Die Fédération, bekannt für ihre harten Auswahlkriterien für Designer und Presse zu den Pariser Schauen, hat als Hauptziel, Paris als Modestandort Nummer eins zu bewahren.<br />
Dafür organisiert sie die Schauen, fördert junge Labels und Designer, kümmert sich um die Pressekontakte, und andere Belange, wie zum Beispiel geistiges Eigentumsrecht.</p>
<p><br />
<a href="http://www.modeaparis.com/" target="_blank"><em>Fédération française de la couture</em></a><em>, Fashion Shows</em></p>
<p>Alle vier dieser Organisationen stehen miteinander in Kontakt und sprechen sich u.a. über ihre Schauenkalender ab. Alle vier fördern mit verschiedenen jährlichen Awards junge, aufstrebende Designer, und ehren solche, die sich um die jeweilige Mode des Landes verdient gemacht haben.<br />
Alle vier haben die führenden Köpfe ihres nationalen Modebusiness in ihren Gremien sitzen, Leute also, die nicht nur wissen, wovon sie reden, sondern es auch umsetzen können.</p>
<p>Berlin und Deutschland fehlt genau das, eine zentrale Organisation, das sich darauf fokussiert, die deutsche Mode im In- und Ausland, wenn das Wort erlaubt ist, <em>cool</em> zu machen -zu <em>branden</em>- und somit eigenes Kulturgut zu fördern, anstatt sich an anderen Ländern zu orientieren, oder fragwürdiger noch, das eigene herunterzumachen.<br />
Es bräuchte nur einen starken Interessenverband, nach den oben aufgeführten Vorbildern, mit Wirtschaft, Kultur und Politik assoziiert, und in dem deutsche Modefachleute sitzen.<br />
Warum nicht, wie beim CFDA mit Diane von Fürstenberg, beispielsweise eine Jil Sander als Präsidentin?<br />
Das Potential ist da.</p>]]></content:encoded>
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