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	<title>modabot &#187; MAK</title>
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	<description>Modabot - Mode News Nachrichten Film Fotografie / Fashion News Film Photography</description>
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		<title>Interview: Julia Heuse – &#8222;Der Katalog&#8220;</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Jul 2013 14:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Anita Krizanovic]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fashion]]></category>
		<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Aviv Kosloff]]></category>
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		<category><![CDATA[Der Katalog]]></category>
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	<a href="http://www.modabot.de/julia-heuse-der-katalog"><img title="julia heuse aw13-14 09" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/julia-heuse-aw13-14-09.jpg" alt="Interview: Julia Heuse – &#8222;Der Katalog&#8220;" width="136" height="200" /></a>
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	Der Modefilm &#8222;Der Katalog&#8220; von Aviv Kosloff für die Berliner Designerin Julia Heuse ist Teil der Ausstellung &#8222;Draußen im Dunkel. Weitermachen nach der Mode&#8222; im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt (13.06. – 15.09.2013). Darin präsentiert die Designerin die Herbst/Winter 2013/14<br /><a class="more" href="http://www.modabot.de/julia-heuse-der-katalog">[weiter...]</a>]]></description>
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	<a href="http://www.modabot.de/julia-heuse-der-katalog"><img title="julia heuse aw13-14 09" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/julia-heuse-aw13-14-09.jpg" alt="Interview: Julia Heuse – &#8222;Der Katalog&#8220;" width="136" height="200" /></a>
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	<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/67726966" width="584" height="329" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Der Modefilm &#8222;<em>Der Katalog&#8220;</em> von <a href="http://www.modabot.de/the-fashionista-spy">Aviv Kosloff</a> für die Berliner Designerin <a href="http://juliaheuse.com/">Julia Heuse</a> ist Teil der Ausstellung <em>&#8222;<a title="Mode fürs Museum? Kuratoren als die neuen Stars der Modeszene" href="http://www.modabot.de/mode-museum-kuratoren-stars-der-modeszene">Draußen im Dunkel. Weitermachen nach der Mode</a>&#8222;</em> im <a href="http://www.museumangewandtekunst.de/">Museum Angewandte Kunst</a> in Frankfurt (13.06. – 15.09.2013). Darin präsentiert die Designerin die Herbst/Winter 2013/14 Kollektion namens <em>&#8222;Objet Trouvé&#8220;</em> in bewegten Bildern.<br />
Julia Heuse zur Inspiration des Films im Interview mit Anita Krizanovic.<span id="more-27722"></span></p>
<p><em>Modabot:</em> Julia worum geht es im Film &#8222;<em style="color: inherit; font: normal normal normal 15px/normal 'Helvetica Neue', Helvetica, Arial, sans-serif; font-style: italic; font-weight: inherit; line-height: 1.625;">Der Katalog</em>&#8222;?</p>
<p><em>Julia Heuse:</em> Der Film ist sehr stark an die Inspiration der Kollektion angelehnt. Ich mag alte Dinge, vermeintlichen Müll mit seinen Oberflächen und Strukturen, die scheinbar kaputt oder hässlich sind. Um diese Inspiration visuell darzustellen, haben wir im Film eine Materialsammlung an die Wände gehangen die aus Holz, Leinwänden, Draht, Pflanzen und weiteren kaputten Gegenständen besteht. Das Model versucht hier einen Sinn, eine Ordnung in den gefundenen Dingen zu finden und wird dabei verrückt, so wie ich auch, wenn ich versuche, eine Ordnung in der Welt zu finden.</p>
<p><em>Modabot:</em> Wie kam es zu der Zusammenarbeit zwischen dir und Aviv Kosloff?</p>
<p><em>Julia Heuse:</em> Aviv und ich kennen uns seit einigen Monaten und hatten schnell die Idee mal gemeinsam etwas zu machen. Als Aviv dann das neue Red Epic Monochrome Modell zur Verfügung gestellt bekommen hat und ich in wenigen Wochen die Austellung im MAK hatte, schien der Zeitpunkt perfekt.</p>
<p><em>Modabot:</em> Was bekommen wir in der Austellung im MAK neben dem Film von dir zu sehen?</p>
<p><em>Julia Heuse:</em> Ich wollte in der Austellung den Prozess, die Entstehung meiner Sachen und vor allem meiner Drucke zeigen, die ich selber mache. Es gibt eine Materialsammlung, Stoffe, von mir bearbeitete Leinwände, kleine gebaute Gegenstände, Fotografien und eben den Film. Mir geht es nicht darum, nur Anziehsachen zu entwerfen, sondern das gesamte Universum drum herum zu erfassen, es fügen sich die berühmten Puzzlestücke wie von selbst ineinander.<br />
Mich langweilt die meiste Mode, in der es nur darum geht, ein hübsches Kleid zu machen. Bei turbokapitalistischer Bekleidung wie bei Cos oder Zara ist das okay. Warum Designer die tatsächlich noch mit Stift, Papier und Stoff in Ateliers arbeiten an so etwas interessiert sind, ist mit ein Rätsel. Die Oberflächen, die ich für meine Drucke fotografiere, werden dagegen Kunst oder Mode. Ich mag die Herangehensweise von Duchamps<em> objets trouvés</em> oder <em>ready-mades</em>, daher auch der Kollektionstitel.</p>
<p><em>Modabot:</em>  Wieviel kreativen Einfluss hattest du auf den Film?</p>
<p><em>Julia Heuse:</em> Aviv und ich haben den Film gemeinsam entwickelt. Er übernahm die technischen Angelegenheiten, wie Kamera- oder Lichteinstellungen, aber auch die Musik. Einfluss auf die Wandcollage, das Make-Up, Styling und die Stimmung kamen aber im Wesentlichen von mir. Im Abspann bin ich auch als Art Director erwähnt. Ich würde niemals einem Regisseur oder Fotografen einfach meine Sachen und die Inszenierung überlassen. Ich fotografiere ja auch alle meine Lookbooks und Kampagnen selber und entwickle meine eigenen Prints.</p>
<p><em>Modabot:</em> Der Katalog ist dein erster Modefilm &#8211; werden noch weitere folgen?</p>
<p><em>Julia Heuse:</em> Ja, es war der erste Film und bestimmt wird noch was folgen. Ich arbeite gerade an einigen düsteren, selbst gefilmten Dingen, lerne fleißig iMovie um das ganze richtig schneiden und aufbereiten zu können.</p>
<p><em>Modabot:</em> Wieso hast du dich jetzt erst für einen Modefilm entschieden?</p>
<p><em>Julia Heuse:</em> En Film zu machen ist immer eine Frage von Ressourcen, sowohl finanziell, wie auch der Menpower. Die kleinen Moods, die ich gerade mit meiner Kollegin Katarzina selber filme, sind nicht zu vergleichen mit dem Film, den Aviv auf die Beine gestellt hat. Wir hatten bei <em>Der Katalog</em> zwei Tage lang eine komplette Wohnung zur Verfügung, ein siebenköpfiges Team und Equipment mit hohem Wert.</p>
<p><em>Modabot:</em> Wie stehst du allgemein zum Genre Modefilm?</p>
<p><em>Julia Heuse:</em> Ich mag Modefilme, die eine Stimmung transportieren, weniger wenn es eine Spielfilm-anmutene Handlung einnimmt. Auch müssen nicht alle Fragen im Film geklärt werden. Ich mag es eher düster und farblos – aber das ist ein rein subjektives Empfinden.</p>
<div id="attachment_27727" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Julia Heuse A/W 13/14</p></div>
<div id="attachment_27723" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Julia Heuse A/W 13/14</p></div>
<div id="attachment_27724" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Julia Heuse A/W 13/14</p></div>
<div id="attachment_27725" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Julia Heuse A/W 13/14</p></div>
<div id="attachment_27726" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Julia Heuse A/W 13/14</p></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mode fürs Museum? Kuratoren als die neuen Stars der Modeszene</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 09:43:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Russ]]></dc:creator>
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	<a href="http://www.modabot.de/mode-museum-kuratoren-stars-der-modeszene"><img title="E_DiD_Presse1a" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/E_DiD_Presse1a.jpg" alt="Mode fürs Museum? Kuratoren als die neuen Stars der Modeszene" width="200" height="141" /></a>
	</div>
	Mode im Museum? Bis Diana Vreeland sich 1973 der Angelegenheit annahm, und die Ausstellungen des Costume Institute des Metropolitan Museums in New York zu den größten Kunstevents des Jahres ausbaute, eine Undenkbarkeit. Heute hat jedes moderne Museum, das ein bisschen<br /><a class="more" href="http://www.modabot.de/mode-museum-kuratoren-stars-der-modeszene">[weiter...]</a>]]></description>
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	<div>
	<a href="http://www.modabot.de/mode-museum-kuratoren-stars-der-modeszene"><img title="E_DiD_Presse1a" src="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/E_DiD_Presse1a.jpg" alt="Mode fürs Museum? Kuratoren als die neuen Stars der Modeszene" width="200" height="141" /></a>
	</div>
	<div id="attachment_26428" style="width: 809px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Draußen im Dunkeln. Weitermachen Nach der Mode. MAK Frankfurt.</p></div>
<p>Mode im Museum? Bis Diana Vreeland sich 1973 der Angelegenheit annahm, und die Ausstellungen des Costume Institute des <a href="http://www.metmuseum.org/" target="_blank">Metropolitan Museums</a> in New York zu den größten Kunstevents des Jahres ausbaute, eine Undenkbarkeit. Heute hat jedes moderne Museum, das ein bisschen etwas auf sich hält, zumindest eine Modeausstellung auf dem Kerbholz.<br />
Wenn auch die Mode noch immer um ihre prekäre Positionierung an den Fransen der Kunst zu kämpfen hat, so wird die (Mode-)Kuration an ihrer statt derzeit zur Kunstform erhoben.<span id="more-26350"></span></p>
<p>Eines von Vreelands Projekten &#8211; Vreeland muss in diesem Artikel als Blueprint und Präzedenzfall einer Modekuratorin herhalten &#8211; war die Ausstellung über Yves Saint Laurent 1983. Mit ihr brach man ein absolutes Tabu der Kunstwelt: sie brachte einen noch lebenden Modemacher in das museale Umfeld. Eine Verkaufsveranstaltung, unkten die Kritiker, die YSL lieber ein Stück weiter unten in der 5th Avenue gelassen hätten, auf der Ladenfläche des Luxushauses, anstatt ihr schönes, der hohen Kunst gewidmetes Museum mit <em>Mode</em> zu beschmutzen.</p>
<p>Mittlerweile ist die jährliche Met Gala fest im Red-Carpet-Kalender verankert, das Museum ist zu einer interaktiven Erfahrungsfläche geworden, das Disneyland des Camps, Entertainment mit intellektuellem Mehrwert.<br />
Für die Museen ist die Modeausstellung eine willkommene goldene Cash- und PR-Cow, nicht zuletzt, weil sich durch sie auch hochkarätige Sponsoring-Partner, wie etwa Moda Operandi (<a title="Punk! Chaos To Couture: Punk Stories" href="http://www.modabot.de/punk-chaos-to-couture-punk-stories" target="_blank">From Punk to Chaos</a>) Amazon (<a title="Prada Schiaparelli: Impossible Coversations" href="http://www.modabot.de/prada-schiaparelli-impossible-coversations" target="_blank">Schiaparelli and Prada</a>) oder American Express und Condé Nast (<a title="Mode im Museum Anfang 2011" href="http://www.modabot.de/mode-im-museum-anfang-2011" target="_blank">Savage Beauty</a>) finden lassen.</p>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='584' height='359' src= frameborder='0' allowfullscreen='true'></iframe></span></p>
<p>Die bisher erfolgreichste dieser Ausstellungen, <em>Alexander McQueen: Savage Beauty</em>, spülte 2011 sage und schreibe innerhalb von drei Monaten 661,509 Menschen in die Eingangshalle, und <a href="http://jezebel.com/5829180/how-much-did-the-met-make-off-the-alexander-mcqueen-show" target="_blank">etwa $14,603,862</a>, Merchandise inklusive, in die Kassen des Metropolitan Museums.</p>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='584' height='359' src= frameborder='0' allowfullscreen='true'></iframe></span></p>
<p>Ob sich dadurch, neben den Verkaufszahlen der Modehäuser, dem Image von Sponsoren und den Budgets der Museen, auch am Status der Mode als Kunstform allgemein etwas ändert, ist diskussionswürdig, aber die Diskussion alleine ist schließlich auch schon was wert.<br />
Fest steht, dass Kuratoren wie Harold Koda, Valerie Steele oder Andrew Bolton die neuen heimlichen Stars der Modeszene geworden sind &#8211; ein Job mit dem sich gutes Geld machen lässt. So interessant für junge Menschen offenbar, dass das London College of Fashion nun einen <a href="http://www.fashion.arts.ac.uk/courses/graduate-school/ma-fashion-curation/" target="_blank">Masterstudiengang Fashion Curation</a> anbietet.</p>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='584' height='359' src= frameborder='0' allowfullscreen='true'></iframe></span></p>
<p>Auch in Deutschen Landen wird versucht, sich ein Stück vom Modeausstellungskuchen abzuschneiden. Derzeit zeigt das <a href="http://www.museumangewandtekunst.de/" target="_blank">Museum Angewandte Kunst (MAK)</a> in Frankfurt die von <a href="http://mahretkupka.de/#!" target="_blank">Mahret Kupka</a> kuratierte Ausstellung &#8222;Draußen im Dunkeln. Weitermachen nach der Mode&#8220;, das NRW-Forum Düsseldorf zeigt &#8222;Alaïa. Azzedine Alaïa im 21. Jahrhundert&#8220;, und in München lockt das <a href="http://www.muenchner-stadtmuseum.de/" target="_blank">Stadtmuseum</a> mit &#8222;Geschmackssache. Mode der 1970er Jahre&#8220;.</p>
<div id="attachment_26425" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Draußen im Dunkeln. Weitermachen Nach der Mode. MAK Frankfurt.</p></div>
<div id="attachment_26424" style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Draußen im Dunkeln. Weitermachen Nach der Mode. MAK Frankfurt.</p></div>
<div id="attachment_26429" style="width: 809px" class="wp-caption alignnone"><p class="wp-caption-text">Draußen im Dunkeln. Weitermachen Nach der Mode. MAK Frankfurt.</p></div>
<p>Gemeinsam ist all diesen Sammlungen eines: sie sind Indikatoren eines gesellschaftlichen Wandels, den das <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703453804575479902076411376.html" target="_blank">Wall Street Journal</a> folgendermaßen beschreibt: &#8222;It&#8217;s a high-profile indicator of an intellectual trend that has been building for decades. Fashion is shedding its cultural stigma. It is increasingly recognized as a significant cultural activity—indeed, one of the defining characteristics of our civilization.&#8220;</p>
<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='584' height='359' src= frameborder='0' allowfullscreen='true'></iframe></span></p>
<p>Mode bekommt also mehr und mehr den Status eines Gesellschaftsbarometers zugeschrieben, den sie sicherlich zum Teil verdient hat &#8211; doch ist hier auch Vorsicht geboten. Die Unkenrufe der Kritiker aus den 80ern hallen nach: Ausstellungen sollten nicht aufgrund ihrer Popularität allein veranstaltet werden. Wenn Kunst von nun an mit den Kassenergebnissen dieser &#8222;Blockbuster-Mode-Ausstellungen&#8220; messen muss, schadet das sowohl der Kunst, als auch der Mode und der Gesellschaft.<em id="__mceDel"> </em></p>]]></content:encoded>
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