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	<title>modabot &#187; Susan Sontag</title>
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	<description>Modabot - Mode News Nachrichten Film Fotografie / Fashion News Film Photography</description>
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		<title>Warum Bonnie Strange?</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jul 2012 16:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Russ]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Bonnie Strange]]></category>
		<category><![CDATA[Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Mohr]]></category>
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	Bonnie Strange Als Bonnie Strange vor einigen Saisons mit ihrer Model-Girl Group &#8222;The Rio Girls&#8220; in aufeinander abgestimmten Outfits auf der Fashion Week auftauchte, kratzte sich manch einer verwirrt am Kopf. Wer sind denn die? Warum werden die so viel<br /><a class="more" href="http://www.modabot.de/warum-bonnie-strange">[weiter...]</a>]]></description>
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	</div>
	<p><br />
<em>Bonnie Strange</em></p>
<p>Als <a href="http://bonniestrange.blogspot.de/" target="_blank">Bonnie Strange</a> vor einigen Saisons mit ihrer Model-Girl Group &#8222;The Rio Girls&#8220; in aufeinander abgestimmten Outfits auf der Fashion Week auftauchte, kratzte sich manch einer verwirrt am Kopf. Wer sind denn die? Warum werden die so viel fotografiert?&#8220;- Das ist doch die eine von Germany&#8217;s Next Topmodel&#8220; flüsterte der Sitznachbar, &#8222;Nee, das ist die Freundin vom Ochsenknecht-Sohn&#8220; raunte ein anderer. Mittlerweile fragt keiner mehr.<br />
Bonnie Strange ist omnipräsent. Sie ist Model, Party-Girl, It-Girl, Bloggerin, Fotografin, Dauergast auf Street-Style Blogs und neuerdings Designerin.<br />
Ein Fashion Event ohne ihre pinke, blaue oder orangene Mähne &#8211; unvorstellbar. Doch warum? Und warum gerade jetzt?<span id="more-13777"></span></p>
<p><a href="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/6501935199_2f35861a2a_b.jpg" target="_blank"></p>
<p>Bonnie Strange ist, ähnlich wie übrigens Lady Gaga, Katy Perry, oder vielleicht Daphne Guinness, eine Kunstfigur &#8211; und die sind momentan in. Die bunten Haare, die abgerockte Über-Avantgarde Optik, der subversive Umgang mit Style und Symbolik, der Eklektizismus ihrer Outfits, all das macht diese postmodernen Stilikonen der 2010er Jahre aus.<br />
Diese &#8222;campy-ness&#8220;, die das Leben in Anführungszeichen setzt, wie Susan Sontag einmal formulierte, ist das, was den Appeal dieser Künstlerinnen ausmacht:<br />
&#8222;<em>Camp sees everything in quotation marks. It&#8217;s not a lamp, but a &#8222;lamp&#8220;; not a woman, but a &#8222;woman.&#8220; To perceive Camp in objects and persons is to understand Being as Playing-a-Role. It is the farthest extension, in sensibility, of the metaphor of life as theater.&#8220;</em></p>
<p>Und dieses Prinzip ist heute präsenter denn je. Allerdings war damals dessen Appeal, dass man Dinge, die ernst gemeint waren, mit der Camp-Brille betrachtete.<br />
Mit der Postmoderne, insbesondere Punk, der jedes optische Tabu, sei es in Sachen Kleidung, Benutzung von sexuellen oder politischen Symbolen, Make-up oder Frisur gebrochen hat, bleibt nur der Rückzug in bereits Dagewesenes &#8211; Retro, Vintage, Ironie in artifizieller Verkleidung.</p>
<p><a href="http://www.modabot.de/wp-content/uploads/BONNIE-STRANGE1.jpg" target="_blank"></p>
<p>Hinzu kommt bei Bonnie Strange aber auch Talent. Dass relativ talentfreie It-Girls wie Kim Kardashian oder hierzulande Daniela Katzenberger medial Karriere machen können, weil sie Unterhaltungs-, &#8222;Content&#8220;-Wert haben, ist ausreichend bewiesen worden.<br />
Doch das alleine ist es nicht, was Strange diesen Auftrieb gibt. Sie hat ein Gespür für das, was momentan cool, &#8222;Zeitgeist&#8220; ist. Ihre Fotografie ist eine Collage, in der sie mit einem Augenzwinkern Kitsch und Kunst vereint. In ihrer Bildsprache greift sie auf Standards der Modefotografie zurück, vereint sie mit Hardcore-Hipstertum, Camp und Pop-Art. Pastiche im postmodernen Sinne.</p>
<p> </p>
<p>Susan Sontag formulierte, schon in den Sechzigern, ihr ultimatives Camp-Statement, und dies scheint Strange verinnerlicht zu haben, egal ob es um ihre Outfits, ihre Haare, oder um ihre Arbeit geht: &#8222;It&#8217;s good because it&#8217;s awful&#8220;.</p>
<p>Frei nach diesem Motto eröffnete Strange zur Fashion Week in Berlin einen Concept Store, genannt <a href="http://www.theshitonline.com/" target="_blank"><em>The Shit Shop</em></a>, in dem sie auch eine Fashion Show ihres Labels <em>The Shit</em> zeigte. Die Kollektion bestand ausschließlich aus Showpieces, mit ironischen Aufschriften, Nieten, Straßsteinen, Lederimitat und Fake-fur, und die Models, die vorbildlich heterogen gecastet waren, wurden musikalisch begleitet vom 90er Hit &#8222;No limits&#8220; von 2 Unlimited.</p>
<p><br />
<em>Grenzgänger unter sich: Bonnie Strange als Model für Patrick Mohr</em></p>
<p>Bonnie Strange, Phänomen und Kind des digitalen Zeitalters, eine, und das ist besonders, deutsche Allrounderin und Kunstfigur, die vermeintliche Grenzen missachtet, oder sich nonchalant darüber hinwegsetzt.</p>
<p>Credits:<br />
Bild 1,2: <a href="http://www.strangeambition.com/" target="_blank">Strange Ambition</a><br />
Bild 3,4,5: <a href="http://bonniestrange.blogspot.de/" target="_blank">Bonnie Strange Photography</a><br />
Bild 6: modabot</p>]]></content:encoded>
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